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Neuer Vorstand gewählt – und drei Projekte, die die Region bewegen

Neuer Vorstand gewählt – und drei Projekte, die die Region bewegen (Bild vergrößern)

Neuer Vorstand gewählt – und drei Projekte, die die Region bewegen

Mitgliederversammlung am 20. Mai 2026 | Rathaus Finsing

Am 20. Mai 2026 kamen die Mitglieder der OstAllianz im Rathaus Finsing zusammen. Die Versammlung stand unter einem guten Stern: ein neuer Vorstand, drei Projekte mit konkretem Fortschritt – und eine Stimmung, die zeigt, dass die interkommunale Zusammenarbeit im Münchner Osten funktioniert.

 


 

Neuer Vorstand gewählt

Die Mitgliederversammlung hat in Finsing einen neuen Vorstand gewählt. Florian Meier, Bürgermeister der Gemeinde Aschheim, übernimmt den Vorsitz der OstAllianz. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Katrin Alte (Anzing), Ludwig Lex (Finsing) und Andreas Janson (Feldkirchen) gewählt. Alle Kandidatinnen und Kandidaten erhielten die einstimmige Zustimmung der anwesenden Mitglieder – ein deutliches Signal für den Rückhalt, den der neue Vorstand in der Gemeinschaft der Mitgliedskommunen genießt.

Mit Florian Meier übernimmt ein erfahrener Kommunalpolitiker aus dem Herzen der Region die Führung. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind zuversichtlich, dass der neue Vorstand die OstAllianz in einer Phase vorantreibt, in der die Weichen für die Mobilität im Münchner Osten gestellt werden.

Ein Wechsel im Vorstand ist auch immer ein Moment des Dankes. Der bisherige Vorsitzende Leonhard Spitzauer (Vaterstetten) sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Roland Frick (Pliening) und Max Kressierer (Finsing) haben die OstAllianz in ihren ersten Jahren maßgeblich geprägt. Interkommunale Zusammenarbeit klingt selbstverständlich – ist es aber nicht. Für die Gemeindeverwaltungen und Entscheidungsträger der Mitgliedskommunen bedeutet sie eine echte Zusatzaufgabe: Interessen abstimmen, Vertrauen aufbauen, gemeinsame Strukturen entwickeln. Genau das hat der bisherige Vorstand in den vergangenen Jahren geleistet. Er hat die OstAllianz in geordnete Bahnen gelenkt, die nötigen Grundlagen geschaffen und dafür gesorgt, dass wir heute dort stehen, wo wir stehen – bereit, konkrete Projekte anzugehen und echte Antworten auf die Verkehrsprobleme der Region zu entwickeln. Dafür gebührt ihm aufrichtiger Dank.

Welche Projekte das sind, zeigte der zweite Teil der Versammlung.

 


 

MobilityHub München Ost – Konzeptstudie vergeben, Arbeit hat begonnen

Der Münchner Osten wächst – und mit ihm der Druck auf die Verkehrsinfrastruktur. Ein MobilityHub soll hier Abhilfe schaffen: ein Ort, an dem S-Bahn, Bus, Rad und Auto so miteinander verknüpft sind, dass der Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln nicht zur Hürde wird, sondern zur Selbstverständlichkeit. Ergänzt durch Ladeinfrastruktur, Stellplätze und Anschluss an neue Mobilitätsangebote.

Für zwei konkrete Standorte – Aschheim und Feldkirchen – läuft seit Mai 2026 eine Konzeptstudie, die wir an die BERNARD Gruppe ZT GmbH aus München vergeben haben. Das Büro untersucht, welche Flächen geeignet sind, wie groß der tatsächliche Bedarf ist und welche Wirkung ein Hub auf das Verkehrsgeschehen in der Region hätte – unter anderem in Szenarien mit dem S-Bahn-Ast Riem–Aschheim und einem Expressbus Feldkirchen–Stadtzentrum. Am 30. Juni 2026 findet der erste Stakeholder-Workshop statt, bei dem erste Ergebnisse der Bedarfs- und Potenzialanalyse vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Ein zweiter Workshop folgt im September. Der Endbericht mit konkreten Standortempfehlungen wird für Herbst 2026 erwartet – rechtzeitig zum Tag der Mobilität am 29. Oktober 2026.

Die Konzeptstudie schließt dabei auch eine Technologie ein, die in der Region zunehmend Aufmerksamkeit auf sich zieht.

 


 

Transport System Bögl – Technologie wird geprüft

Die Magnetschwebebahn-Technologie des Transport Systems Bögl ist im Münchner Osten kein unbekanntes Thema mehr. Die OstAllianz hat beschlossen, sie sachlich und ergebnisoffen zu prüfen – auch im Rahmen der laufenden MobilityHub-Konzeptstudie, die entsprechende Szenarien einschließt. Das bedeutet: Wir schauen genau hin, was diese Technologie für die Region leisten könnte – ohne uns vorab auf eine bestimmte Lösung festzulegen.

Doch eine zukunftsfähige Verkehrsplanung braucht nicht nur die richtige Infrastruktur. Sie braucht auch eine belastbare Datengrundlage – und genau daran arbeiten wir parallel.

 


 

Digitaler Zwilling – Verkehrsplanung auf neuer Grundlage

Deshalb beteiligen wir uns an einem Forschungsprojekt zum Aufbau eines Digitalen Zwillings für den Verkehr im Raum München Ost. Die Idee dahinter: Das reale Verkehrsgeschehen wird digital abgebildet und ermöglicht so die Simulation verschiedener Planungsszenarien – bevor Entscheidungen getroffen werden. Für eine Region, die sich so dynamisch entwickelt wie der Münchner Osten, ist das ein Werkzeug, das wir dringend brauchen. Und es ist nicht das einzige: Wer die Zukunft des Verkehrs mitgestalten will, muss auch Technologien im Blick haben, die heute noch am Anfang stehen.

 


 

Autonomes Fahren – konkrete Vorbereitung statt Abwarten

Im Münchner Osten hat sich über die Jahre ein belastbares Netzwerk aus Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft rund um das Thema autonomes Fahren entwickelt. Genau das ist der Grund, warum die OstAllianz das Thema aktiv aufgreift – und nicht abwartet. Ein erster konkreter Schritt: Wir erfassen derzeit, auf welchen Strecken sich die Mitgliedskommunen einen autonomen Shuttle-Service vorstellen können. Diese sogenannten Operational Design Domains – kurz ODD – bilden die Grundlage dafür, wie autonome Fahrzeuge künftig sinnvoll in den ÖPNV der Region eingebunden werden können.

 


 

„Die OstAllianz tritt in eine Phase ein, in der wir als interkommunaler Zusammenschluss selbstbewusst in die Zukunft schauen können – und das in einer der prosperierendsten Regionen Mitteleuropas. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Wir tun gut daran, uns an Projekten zu orientieren, die zu dieser Region passen. Ein MobilityHub, die Prüfung der Magnetschwebebahntechnologie – das sind keine Projekte, die wir uns leisten wollen. Das sind Projekte, die wir uns leisten müssen, weil nur in dieser Größenordnung die Antworten liegen, die unsere Verkehrsprobleme wirklich lösen. Und neue Technologien wie das autonome Fahren fassen wir jetzt ins Auge – nicht weil es schon so weit ist, sondern damit wir bereit sind, wenn es so weit ist."

Christian Koch, Geschäftsführer OstAllianz