Klare Projekte, klare nächste Schritte

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Klare Projekte, klare nächste Schritte: Mitgliederversammlung der OstAllianz in Pliening

Die Mitgliederversammlung der OstAllianz am 4. Dezember in Pliening stand ganz im Zeichen der inhaltlichen Arbeit. Im Mittelpunkt: die großen gemeinsamen Projekte, mit denen die Kommunen im Münchner Osten ihre Mobilitäts- und Infrastrukturthemen künftig gemeinsam weiterdenken und umsetzen wollen.

Nach dem Bericht der Geschäftsstelle wurde deutlich: Die OstAllianz ist an einem Punkt angekommen, an dem aus Ideen konkrete Arbeitsaufträge werden.

MobilityHub München Ost: zwei Standorte im Fokus

Zentraler Schwerpunkt der Versammlung war das Projekt MobilityHub München Ost. Die Mitgliederversammlung hat die Förderzusage des Freistaats Bayern in Höhe von 75.000 Euro angenommen und die Vergabe einer Konzeptstudie vorbereitet. 

 

Untersucht werden konkret zwei Standorte:
Feldkirchen und Aschheim. Beide Standorte sollen daraufhin geprüft werden, welches Potenzial sie als leistungsfähige Umsteigepunkte im regionalen Verkehrssystem haben. Im Fokus stehen dabei unter anderem die verkehrliche Wirksamkeit, die Anbindung an bestehende und perspektivische ÖPNV-Angebote sowie die Frage, welchen Beitrag solche Knotenpunkte zur Entlastung der Hauptverkehrsachsen und der Münchner Innenstadt leisten können.

 

Der MobilityHub wird dabei bewusst nicht als einzelnes Bauwerk verstanden, sondern als Teil eines vernetzten Systems von Umsteigepunkten im Münchner Osten. Ziel der Konzeptstudie ist es, eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung und politische Bewertung zu schaffen.

 

Der MobilityHub München Ost ist als Projekt in den Prozess der Internationalen Bauausstellung (IBA) eingebracht und wird dort als Baustein für neue Mobilitätsräume weiterentwickelt.

 

Ein besonderer Dank gilt Maximilian Böltl, MdL, für die Unterstützung des Projekts und die Begleitung auf Landesebene.

 

RS 304 – Radweg auf Stelzen: neue Perspektive für den Radverkehr

Ebenfalls Teil des IBA-Prozesses ist das Projekt RS 304 – Radweg auf Stelzen. Ziel ist es, entlang der B304 eine leistungsfähige, sichere und durchgängige Radschnellverbindung zu entwickeln, die Stadt und Land besser miteinander verbindet.

Der RS 304 steht exemplarisch für einen neuen Umgang mit knappen Verkehrsflächen: Statt zusätzlicher Flächeninanspruchnahme setzt das Projekt auf eine innovative, gestapelte Infrastruktur. Damit wird der Radverkehr nicht nur gestärkt, sondern auch als gleichwertiger Bestandteil des regionalen Verkehrssystems gedacht.

 

Weitere Arbeitsaufträge aus der Mitgliederversammlung

Neben den IBA-Projekten wurden weitere konkrete Arbeitsaufträge beschlossen.  Es wurde bestätigt, den Tag der Mobilität auch im kommenden Jahr wieder durchzuführen.Mit dem Beschluss des Haushaltsplans 2026 wurde dafür die notwendige finanzielle Grundlage geschaffen. Die Eigenmittel bleiben stabil, die Handlungsfähigkeit des Vereins ist gesichert.

 

Blick nach vorne: Mobilität im regionalen Zusammenhang denken

Die Diskussionen in Pliening haben auch gezeigt, dass die Region vor neuen Rahmenbedingungen steht. Großprojekte, neue Mobilitätsformen und veränderte politische Konstellationen machen es notwendig, bestehende Konzepte regelmäßig zu überprüfen und weiterzuschreiben.

Die OstAllianz wird sich daher im kommenden Jahr intensiver mit einem Gesamtkonzept für die Region München Ost befassen – mit dem Anspruch, Mobilität, Raum und Entwicklung zusammenzudenken. Auch autonome On-Demand-Verkehre sollen dabei als Teil zukünftiger Lösungen weiter betrachtet werden.

Fazit

Die Mitgliederversammlung in Pliening hat deutlich gemacht: Die OstAllianz arbeitet nicht abstrakt, sondern projektbezogen und lösungsorientiert. Mit dem MobilityHub MünchenOst und dem RS 304 bringt sie zwei IBA-Projekte voran, die beispielhaft für die interkommunale Zusammenarbeit im Münchner Osten stehen – konkret, ambitioniert und mit klarem Blick auf die Umsetzbarkeit.